Bennewitz Quartett

Jiri Nemecek Violine

Stephan Jezek Violine

Jiri Pinkas Viola

Stephan Dolezal Violoncello

 

Manche Kammermusikensembles ergeben auf der Bühne ein so schönes und harmonisches Gesamtbild, dass es die reine Freude ist, ihnen zuzuschauen – weil das intensive musikalische Miteinander sich auch in der gemeinsamen Körpersprache niederschlägt. Zu diesen Ensembles gehört das tschechische Bennewitz Quartett: Für die jungen Musiker, die sich 1998 an der Academy of Performing Arts in Prag gefunden und nach dem renommierten tschechischen Geiger Antonin Bennewitz (1833-1926) benannt haben, spielt der Gedanke der Homogenität eine wichtige Rolle – das haben sie auch auf ihrer Homepage formuliert: „Für uns ist es eine Herausforderung, vier unterschiedliche Ansichten zu verbinden und aus ihrer Verschmelzung ein originelles Ergebnis zu gewinnen. Nur auf diese Weise entsteht nämlich Musik mit vielen Farb- und Klangverwandlungen, die sie stets frisch und lebendig machen.“

Solche Verwandlungen hat das Bennewitz Quartett etwa auf seiner 2008 bei Coviello Classics erschienenen CD mit Werken von Bartók und Janácek eindrucksvoll präsentiert: Da ist die breit gefächerte Farbpalette der Werke bis in ihre feinsten Schattierungen hinein ausgeleuchtet. Das Fachmagazin Fono Forum bescheinigte der Aufnahme „feuriges Temperament“ und befand: „Dabei stellen die jungen Interpreten eine bereits erstaunlich reife und souverän ausbalancierte Ensemblekultur unter Beweis.“ Im Frühjahr 2010 ist die zweite CD des Quartetts bei Coviello Classics erschienen mit den beiden Streichquartetten von Smetana. Klassik.com bezeichnete diese Einspielung als „einfach phänomenal“. 

Ihre Reife haben sich die vier Streicher unter anderem durch die Arbeit mit zwei wichtigen Persönlichkeiten der internationalen Quartettszene erarbeitet: Von 2002-2004 studierten sie in Madrid bei Rainer Schmidt vom Hagen Quartett; danach unterrichtete sie der grosse Pädagoge Walter Levin vom früheren La Salle Quartett an der Musikakademie Basel – wo das Bennewitz Quartett zugleich bereits selbst als „Quartet in residence“ lehrte.

Schon während der Studienzeit sammelte das Ensemble erste Auszeichnungen, zu denen unter anderem das Laureate der Kammermusikgesellschaft der Tschechischen Philharmonie, das Diplom der spanischen Königin für das beste Kammermusikensemble 2002/2003 sowie zwei Sonderpreise beim ARD-Musikwettbewerb 2004 gehörten.

Ein Jahr später folgte der 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Osaka mit einer anschließenden Japan-Tournee; 2008, zum zehnjährigen Bestehen, beschenkte sich die tschechische Formation schliesslich mit dem 1. Preis beim renommierten Borciani-Wettbewerb in Italien.

In der Saison 2010/2011 debütierte das Quartett unter anderem im Konzerthaus Wien, dem Seoul Arts Center und der Wigmore Hall London. Die begeisterte Resonanz von Publikum, Kritikern und Veranstaltern bescherte ihnen zahlreiche Wieder- und Neueinladungen.

So folgen in 2011/2012 Debüts im Salle de Conservatoire in Brüssel, in der Alten Oper Frankfurt, sowie bei den Salzburger Festspielen.

Neben der sehr geschlossenen, ausgewogenen und reich differenzierten Klangkultur mit ihren sorgsam ausgestimmten Akkorden gehört auch die sehr eigenständige Programmauswahl zu den Markenzeichen der Interpreten. Obwohl es sich noch um ein junges Ensemble handelt, verfügt das Bennewitz Quartett bereits über ein ausgesprochen breit gefächertes Repertoire: Es reicht von Bach’schen Fugen über den klassischen Kanon bis in die Moderne und umfasst eine ganze Reihe wenig bekannter Werke, nicht zuletzt von tschechischen Komponisten: Namen wie Olga Jezková oder Slavomír Horinka dürfte man auf den Repertoirelisten anderer Quartette kaum finden.

Das Quartett wird vom Wiener Saitenhersteller Thomastik-Infeld unterstützt.

 

http://www.bennewitzquartet.com/de/

 

 

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